Museum

1010 Wien, Maria am Gestade, Klemensmuseum

Mitarbeit Dipl.-Ing. G. Goldynia

Projektleitung, komplette Planung und grafische Gestaltung

 

Die Kirche Maria am Gestade ist um eine Attraktion reicher:
Seit 24. Jänner 2014 ist das völlig neu gestaltete Klemensmuseum vom Kirchenraum aus begehbar.

P. Voith: „Damit soll die Frage – wer war dieser Klemens Maria Hofbauer? – anschaulich beantwortet werden.“

 

Seit 2011 wurden die ca. 45m2 großen Nebenräume der Kirche Maria am Gestade einschließlich des Perger Altars in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt befundet, restauriert und baulich instand gesetzt:

Bei den aufwendigen Maueruntersuchungen wurden im Eingangsraum mehrere großflächige ornamentale Gestaltungselemente des 19.Jhds freigelegt. Mindestens drei Leimfarbenfassungen wurden unter hellgrauer leimgebundener Farbe nachgewiesen:
gemalter Wandteppich mit rotem und gelbem Kreuz- und Blumenmotiv auf rostrotem Hintergrund, Lilienmuster in Bronze und Fries mit Lilien und geometrischem Muster mit Kleeblattmotiv auf dunkelrotem Hintergrund sowie einem blauen Hintergrund mit goldenem Strahlenkranz.

In den Bereichen der entfernten Wandvertäfelung wurden die großflächigen Putzfehlstellen ergänzt und die vorgefundenen  durchfeuchteten Bereiche  nach den Angaben des Bundesdenkmalamt instand gesetzt.

Aufgrund der massiven Schädigung durch starken Annobienbefall und Reduktion der konstruktiven Stabilität, konnte entgegen dem ursprünglichen Vorhaben die Wandvertäfelung (18.Jhd. und 1.H.19.Jhd.) nicht mehr erhalten werden.

Die fehlenden Sohlenhofer Bodenplatten im Bereich des Perger Altars wurden ergänzt und eingeflickte Salzburger Platten im Eingangsraum ausgetauscht.
Da im Eingangsraum ein nicht alltägliches Plattenformt verwendet wurde, schien die Suche nach geeigneten Platten aussichtslos.
Schlussendlich wurden vom Bauherrn  geeignete Platten aus den  Kellerräumen der Kirche zur Verfügung gestellt.

Der bereits 2001 aufwendig restaurierte Perger Altar wurde noch im Bereich der Mensa konserviert und ebenfalls restauriert.

Erst Anfang 2012 konnte schlussendlich mit der Planung und Detailgestaltung des Museums begonnen werden:

In mühsamer Kleinarbeit wurden die Ausstellungsgegenstände und Texte ausgewählt und positioniert, um sowohl ein Maximum an Information zu präsentieren als auch die Überladung dieser engen Räumlichkeiten und Überforderung der Museumsbesucher zu verhindern.

 

Adresse: 1010 Wien Salvatorgasse 12
Objekt : Museum
Bauherr: St. Klemens Hofbauer Museum, Redemptoristen
Nutzfläche: ca.45 m2
Finanzierung: Spenden und Subventionen, Förderung BDA
Vorarbeiten BDA: 2011-2012
Planung: 2012-2013
Ausführung: Oktober-Dezember 2013
Eröffnung: 24.01.2014

 

ausführende Firmen:

Altarsockel:
Mag.art. Kristin Lassy
Elektro und Lichtinstallation:
Elektro Sallfert, Behördlich konz. Elektrotechniker
Glasvitrinen:
Heinzl Glasbau GmbH
Grafik – in Zusammenarbeit mit Architekt Fenzl:
Ronald Ganglmayer, Raum(C)/Design
Holzbefundung:
Atelier Sebestian
Maler:
Malermeister Simon
Schlosserei:
Gebr. Haas Schlosserei, Tore und Antrieb GmbH
Stein- und Wandbefundung:
Mag.art. Beate Sipek, Konservierung und Restaurierung
Steinmetz:
Walter Steindl, Steinmetzmeister
Tischler:
Bautischlerei Ajdari, Altbausanierung
Tonanlage:
Dr. Johannes Goldynia, IT-Leistungen
Werbetechnik / Planen:
Plakativ Werbetechnik GmbH & Co KG